WILLKOMMEN IN DER SAISON 2022 | 23

Im Jahr 1984 ins Leben gerufen, entwickelte sich das Symphonie­orchester Vorarlberg unter seinem ersten Chefdirigenten ­Christoph Eberle rasch zu einem professionellen Klangkörper, der nicht nur im westlichsten Bundesland Österreichs, sondern weit darüber hinaus Bedeutung erlangt hat. Von Anbeginn ­be­streitet das SOV nicht nur seine bestens ausgelasteten Abonnement­konzerte, inzwischen sechs pro Jahr, jeweils in Feldkirch und Bregenz, sondern ist auch Partner der jährlichen Opernproduktion des ­Vorarlberger Landestheaters. Namhafte Solisten wie Heinrich Schiff, Thomas Quasthoff, Elisabeth Leonskaja oder Till Fellner konzertierten mit dem SOV, unter anderen dirigierte es Manfred Honeck.

Nachdem Christoph Eberle dem Symphonieorchester Vorarlberg bis 2005 vorgestanden ist, übernahm der Südafrikaner Gérard Korsten die Leitung. Korsten war zuvor als Geiger und Konzertmeister der Camerata Salzburg als Schüler und Nachfolger des legendären Sándor Végh tätig – musikalische Welten, die sich durch Korsten dem Symphonieorchester Vorarlberg öffneten und einen entscheidenden Qualitätsschub brachten. Einladungen zu Konzerten in Österreich, der Schweiz und Italien wurden wahrgenommen, darunter die besonders ehrenvolle, Österreich am ­Nationalfeiertag bei der Expo in Mailand 2015 zu repräsentieren. Und es ist eine Auszeichnung für das Orchester, dass Kirill Petrenko, Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, gemeinsam mit dem SOV den Konzertzyklus Mahler 9×9, ­im Zuge dessen alle Mahler-­Symphonien zur Aufführung kamen, in der vergangenen Saison glanzvoll abschließen konnte. Neben Kirill ­Petrenko sind dem Orchester besonders François Leleux als Solist und Dirigent oder die aus Vorarlberg stammenden ­Shootingstars Aaron Pilsan und Kian Soltani verbunden. Sehr am Herzen liegt dem SOV, das übrigens aus einem Stamm von 120 Musiker | innen schöpft, die zeitgenössische Musik, besonders jene aus Vorarlberg. Sie erklingt mitunter in ­Abokonzerten, besonders aber im jährlichen Festival »texte & töne«.

Die schöne Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen zeigt sich in zumindest drei Produktionen pro Saison. Das SOV übernimmt die ­Produktionen des Opernstudios sowie die eröffnende Festmesse und als Highlight die abschließende Orchestermatinee.

Im Jahr 2018 ist Gérard Korsten nach dreizehn Jahren von der Leitung des SOV zurückgetreten, und nach zwei interimistischen Saisonen hat Leo McFall mit Beginn der Saison 2020 | 21 die Position des Chefdirigenten übernommen. Trotz einiger pandemiebedingter Absagen konnte er seinen Einstand in drei umjubelten Konzerten feiern und den Erfolg bei Publikum und Kritik in der vergangenen Saison fortsetzen.

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