Diese Einstellung ermutigt dazu, starre Vorstellungen loszulassen, sich nicht von Zweifeln oder Ängsten einschränken zu lassen und stattdessen mit einem offenen Herzen und Geist durchs Leben zu gehen – in der Überzeugung, dass immer wieder etwas Besonderes geschehen kann. Leben im Schaufenster Stefan Damm verbringt drei Tage und zwei Nächte im Schaufenster und vollzieht alltägliche Handlungen wie Essen, Schlafen, Körperpflege und Meditieren auf kleinstem Raum. Die Aktion hinterfragt die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit und thematisiert Überwachung und Sichtbarkeit in der modernen Gesellschaft. Sie regt zur Reflexion darüber an, wie stark unser Leben bereits zur Inszenierung geworden ist.
Das Schaufenster ist ungefähr 4m2 groß, eine Scheibe direkt zum Kornmarktplatz, eine große Schaufensterfläche ist unter Dach im Vorraum, auch öffentlich zugänglich. Das Schaufenster verfügt über eine „Tapetentüre“, durch die ein WC mit Waschmöglichkeit erreicht werden kann. Teile der Performance: - Bewusstes Sein im Schaufenster - Langsames Essen und Trinken - Schlafen im beleuchteten Schaufenster - Schriftliche Botschaften auf dem Schaufenster - Kontakt mit Passanten/Zuschauern - jedoch ohne Sprache - Meditation im Schaufenster - Bodypainting-Performance - Waxing im Schaufenster
Fazit: Die Performance ist eine künstlerische Reflexion über Gesellschaft, Sichtbarkeit, Identität und das Menschsein in einer konsum- und leistungsorientierten Welt. Sie fordert auf subtile Weise dazu auf, das eigene Leben bewusster zu betrachten und bestehende Normen zu hinterfragen