Spiel auf dem See Carmen
2017 und 2018 gibt es auf der Bregenzer Seebühne ein Wiedersehen mit einer von allen begehrten Frau: Carmen. Die gleichnamige Oper von Georges Bizet wurde zuletzt in den Jahren 1991 und 1992 als Spiel auf dem See gezeigt, nun kehrt sie in einer Neuinszenierung an den Bodensee zurück. Bizets mitreißende Musik mit ihren spanisch anmutenden Klängen eroberte die Welt: Carmens „Habanera“ und „Seguidilla“ sind ebenso wie Escamillos „Couplet“ in aller Ohren. Carmen fasziniert die Wachsoldaten in ihrem Alltag. Eigentlich soll sie nach einer Auseinandersetzung von Don José verhaftet werden, doch die Schöne wickelt ihn mit ihrer faszinierenden Art um den Finger. Für seine Schwäche wird Don José eingesperrt, kommt aber schnell wieder frei. Die Blume, die Carmen ihm zugeworfen hat, versteht er als Zeichen ihrer Liebe und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Er verschanzt sich mit ihrer Schmugglerbande, überhört Micaëlas mahnende Worte und sieht sich selbst dem stolzen Stierkämpfer Escamillo überlegen. Dieser hat aber längst Carmen erobert. Für die französische Oper entwirft die britische Künstlerin Es Devlin das Bühnenbild, die zuvor unter anderem mit Popstars wie U2, Take That, Adele und Kanye West zusammen- gearbeitet hat. Sie wurde 2015 bei den International Opera Awards zur besten Bühnenbildnerin des Jahres gewählt. Die Regie stammt vom Dänen Kasper Holten, Operndirektor am renommierten Royal Opera House in London.