allesGut Handwerk für dich ...
Wer den Laden von Sigrid Tiefenbacher-Alge betritt, überschreitet automatisch die Tür zu einer anderen Welt. Nur eine Stufe führt hinab in ein kleines Paradies und egal wie die Stimmung vorher war, plötzlich ist allesGut. Edle Karten zieren die Wände, Stofftiere blicken einen mit treuen Augen an, kunstvoll illustrierte Bücher und buntes Kindergeschirr wechseln sich auf den Regalen ab. Im Hintergrund ertönt leise Musik und es riecht irgendwie nach ... Alice im Wunderland. Die Besitzerin hatte sich anfangs auf Waldviertler Schuhe und Fussenegger-Decken eingeschworen. „Mit Schuhen kenne ich mich aus. Mein Vater war Schuhmacher und ich durfte als kleines Mädchen immer in seiner Werkstatt mithelfen. Heute kann ich auf den ersten Blick sagen, welcher Schuh hochwertig hergestellt wurde und welche Schuhgröße jemand hat“, erzählt die Chefin. „Seit ich Oma bin, verwandelt sich mein kleiner Laden allerdings immer mehr in ein Märchenland für Kinder.“ Neben der Qualität und Herkunft der Produkte ist Frau Tiefenbacher-Alge der Kundenkontakt am wichtigsten. Nicht der Verkauf, sondern das Wohlgefühl soll im Vordergrund stehen. Und das gelingt ihr mit diesem niedlichen Laden ganz hervorragend.
Wie man sieht, fühlt und schmeckt, steckt die Anton- Schneider-Straße voller Überraschungen. Hält man weiter die Augen auf, kann man im „Rubin“ Edelsteine und Düfte auf sich wirken lassen, im „angewandt“ von Hiltrud Greiner edlen Schmuck erwerben, oder im selben Laden bei Michael Beständigs Holzmühlen beinahe riechen, wo der Pfeffer wächst. Bei diesem Fest der Sinne dämmert es so manchem, wie vielfältig diese Straße ist. Apropos dämmern: Nur ein paar Schritte weiter ist das „ArchiLUM“ zu finden. Ein Leuchtenladen mit einer ganz bezaubernden Chefin. Barbara Gilhaus-Sturn versteht es auf herrlich natürliche Art nicht nur die Räumlichkeiten der Kunden, sondern auch deren Gemüter zu erhellen. Umsehen lohnt sich!
Am Ende der Straße und dieser Story gibt es noch eine letzte kleine Entdeckung zu machen. Schauen Sie doch beim nächsten Bregenz-Besuch einmal beim Denkmal des Namensgebers Anton Schneider vorbei. Er war Anführer des Vorarlberger Aufstandes gegen die bayerische Herrschaft im Jahr 1809 und seine Statue steht auf dem kleinen Rasen zwischen Postgebäude und Kunsthaus ...