Bei einer Probe des Ensembles bekommen wir einen kleinen Einblick. „Als Beobachterin achte ich auf sensibles Narrativ, Komik und Humor, Intellekt, Ästhetik, umfassendes Bewusstsein und immanenten Mitteilungsdrang. Gerade beim Theater gefallen mir exzessive, exzentrische SchauspielerInnen.“ Eigenschaften, die uns bereits bei der Probe faszinieren.
Wir betreten wieder den Kornmarktplatz. Es ist Wochenmarkt. Kinder rennen lachend herum. Viele Besucher sind sichtlich von der Auswahl angetan. „Ich habe so viele Erinnerungen an diesen besonderen Platz. Ich fand ihn schon immer wunderschön.“ Sophias Augen leuchten. „Er ist so großartig strukturiert. Mit so viel Weite und diesem Kulturangebot. Und dazwischen blitzt immer wieder der See auf. Auch die Nepomukkapelle ist ein so wunderbarer, kleiner, manchmal übersehener Teil davon, wo manchmal auch Konzerte stattfinden – großartig.“ Ihr Blick bleibt nochmal auf dem Theater hängen. „Dieses Haus ist an sich schon so eindrucksvoll. Mir gefällt vor allem die Architektur der Rückseite zum See hin. Ach, der See! Wie alle Bregenzer liebe ich unseren See über alles und bin richtig stolz, aus einem Landfleck zu kommen, wo Berg und Wasser so nah beieinander liegen.“
In die Geschichte eintauchen
Dieser besondere Landfleck wird im Vorarlberg Museum ausgiebig thematisiert. Wo denn auch sonst. Ganz egal, ob es die regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen sind oder „buchstäblich vorarlberg“, die imposante Sammlung des Museums (eine Auswahl aus 160.000 Objekten!). Ein Besuch hilft enorm, die Region, aber auch das oftmals doch seltsame Völkchen besser zu verstehen.