Vom Leutbühel aus sieht man sie bereits: Das Entrée unserer lieben Kirchstraße. Weshalb wir Bregenzer bei dieser „alten Dame“ ein wenig emotional werden? Weil es eine besondere Straße für uns ist. Weil sie so viele begleitet, manche schon ein halbes Leben lang. Und weil sie ein ganz besonderes Flair verkörpert – eins aus längst vergangenen Zeiten. Kopfsteinpflaster wechseln sich mit historischen Gebäuden ab, prachtvolle Fassaden zeugen von einer Zeit, in der noch alles „gut“ war, liebevoll dekorierte Schaufenster in Gewölbeoptik-Charakter lassen einen stehen bleiben – und staunen. Bekannt ist sie für das Haus mit der schmalsten Fassade Europas oder der Kapuzinerstiege in Richtung Stadtpfarrkirche St. Gallus.
Beliebt ist sie aber vor allem aufgrund ihrer ausgesuchten Geschäfte und Lokale, die sich heute nahtlos in das Damals einordnen. Und dabei eine richtig gute Figur machen, wie wir finden. „Altes“ kommt hier genau so zum Zug wie „Neues“ – beides geht in der Kirchstraße Hand in Hand. Aber Stop: Kultur und Kommerz – passt das überhaupt zusammen? Ja, und wie! Und das liegt vor allem an den dortigen Betreibern, den Shopping-Chefs, den Lokal-Eigentümern. Denn jeder, der in der Kirchstraße ein Geschäft hat, weiß: Dieses Ambiente ist etwas Besonderes. So zum Beispiel auch Caroline Sagmeister, die sich mit ihrem Kinder- und Young-Fashionista-Geschäft Der Kleine Sagmeister hier einen Platz „für die Ewigkeit“ gesichert hat. In ihrem liebevoll restaurierten Kleider- und Accessoire-Tempel für die kleinen Gäste finden sich große Marken wie Stone Island, Il Gufo, Petit Bateau, Polo Ralph Lauren, Moncler, Steiff oder Jelly Cat – von null bis 16 Jahren.